Wie bekomme ich einen Garten?

Einen Kleingarten zu pachten ist einfacher, als man denkt. Doch die Entscheidung für einen Kleingarten will sorgfältig durchdacht sein, prägt diese doch das künftige Leben der ganzen Familie. Zur Entscheidungshilfe hier ein paar Fragen, die sich angehende Kleingärtner(-innen) zunächst unbedingt stellen sollten:

  • Habe ich Lust, im Garten zu arbeiten?
  • Habe ich Freude an der Natur, will ich eigene Erträge aus dem Garten?
  • Reicht meine Freizeit für die Anforderungen, die der Garten stellt?
  • Werden mein Partner, meine Kinder gerne mitmachen?
  • Kann und will ich mich in einem Verein integrieren?
  • Bin ich bereit, aktiv am Vereinsleben teilzunehmen?

 

Alle Fragen mit "Ja" beantwortet? Wunderbar!

Dann könnte ein Kleingarten gut zu Ihnen passen.

 

Sie müssen zunächst Mitglied im Verein werden. Dann werden Sie auf unserer Warteliste aufgeführt. Bitte beachten Sie, dass nur Mitglieder die ihren Vereinsbeitrag bezahlt haben, auf der Warteliste berücksichtigt werden.

Die Gärten werden nach erfolgter Gartenaufgabe und Wertermittlung, zum 1. Januar eines jeden Jahres neu verpachtet. Die Interessenten auf der sogenannten Warteliste werden dann der Reihenfolge nach (Aufnahmedatum des Mitglieds) kontaktiert und zur einer Besichtigung der freien (oder frei werdenden Parzellen) eingeladen.

Aus verschiedensten Gründen werden jährlich mehrere Gärten frei, so dass es auch durchaus schnell gehen kann, bis Sie einen Garten bekommen. Wenn Bewerber die vor Ihnen auf der Warteliste stehen, einen angebotenen Garten nicht wollen, (Lage, Größe oder sonstige Gründe) wird der nächste Bewerber eingeladen. Dadurch können Sie auf Liste durchaus schnell nach vorne kommen.

Sie können sich auch für eine unserer Anlagen vormerken lassen.

 

Die Bepflanzung, die Gartenlaube usw. übernehmen Sie vom Vorpächter, gegen eine angemessene Entschädigung. Der Landesverband der Gartenfreunde Baden Württemberg hat dazu Richtlinien für die Wertermittlung erlassen, die sicherstellen, dass niemand übervorteilt werden kann. Die Wertermittlung übernehmen eigens geschulte Fachkräfte der Vereine. Neben der einmaligen Zahlung für die übernommenen Gegenstände und Einrichtung fallen natürlich auch laufende Zahlungen an: Der Vereinsbeitrag von 40 € jährlich, der jährliche Pachtzins von 0,23 € je m², Versicherungsschutz für die Hütte (freiwillig), Umlage 4 €, usw.

Aber keine Sorge, alles nur relativ kleine Beträge. Die Kleingärtnergemeinschaft pflegt und unterhält die Gemeinschaftseinrichtungen und -anlagen. Kurz gesagt: jeder muss mal ran. Von der gemeinsamen Arbeit profitieren letztendlich alle. Vom Verein wird festgelegt, wie viele Stunden die Mitglieder leisten müssen. Auch wenn sie keinerlei gärtnerische Vorbildung besitzen, ist dies kein Hindernis. Durch praktische Anleitungen vor Ort können Sie Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten jederzeit erweitern. Und im Übrigen haben Sie immer hilfsbereite Gartennachbarn, die Ihnen im Notfall auch mal zeigen, wie man die Harke hält und gerne zur Seite stehen.